Samstag, 18. Oktober 2014

Nachtzug nach Lissabon


© sonnengereift

Kennt ihr das Buch "Nachtzug nach Lissabon"? Der Autor Pascal Mercier veröffentlichte es im Jahr 2004 und es diente mir in der vergangenen Woche als Urlaubslektüre. Der Roman ist so stimmungsvoll und regte mich derart zum Nachdenken an, dass er heute Abend - untermalt von Herrn Sonnengereifts Gitarrenmusik - diese Bilder entstehen ließ.

Es sind Impressionen und Eindrücke, entstanden während des Lesens und heute von mir endlich zu Papier gebracht. Im Graphic Novel Stil. Und für alle, die noch nicht mit Merciers Nachtzug gereist sind, hier ein kleiner Vorgeschmack.

Der Lehrer Raimund Gregorius steht mitten im Unterricht von seinem Pult auf und verlässt nicht nur die Schule, sondern sein ganzes bisheriges Leben. Getrieben von einem regelrechten Hunger setzt er sich noch in derselben Nacht in einen Zug nach Lissabon. Dort recherchiert er wie besessen über das Leben des portugiesischen Arztes und Autors Amadeu de Prado. Die Reise durch de Prados Portugal wird für Gregorius immer mehr eine Reise zu sich selbst ...

Nichts für nebenbei, nichts zur Unterhaltung. Wenn ihr Mercier lest, muss euer Hirn hellwach sein. Er ist ein Meister der Sprache und wie mir scheint auch der Philosophie. Um seine Gedankengänge über Tod, Religion und das Sein nachzuvollziehen, braucht es schon etwas Lebenserfahrung. Ich las ihn in den Ruheräumen eines Wellness-Hotels und ehe ich mich versah, debattierte ich mitten im Entspannungsurlaub unfreiwillig mit mir selbst über fundamentale Themen. Hätte ich doch lieber zu dem Abenteuerroman "Der lange Weg des Lukas B." gegriffen. Aber weglegen konnte ich den Mercier auch nicht mehr. Und wann, wenn nicht im Entspannungsurlaub hätte ich den Nerv für dieses Buch gehabt?

Kommentare:

  1. Ich hab vor ein paar Wochen den Film gesehen und mir vorgenommen das Buch zu lesen. Der Film wirkt stellenweise ein bisschen zu oberflächlich, aber die hervorragende Besetzung macht's wett. Jetzt bin ich doppelt gespannt auf das Buch.
    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. In dem Buch geht es vor allem um das, was sich in dem Kopf des Protagonisten abspielt, ist alles sehr gedankenbezogen. Das ist sicher unheimlich schwer in einem Film darzustellen. Ich wünsche dir viel Freude an dem Buch - und vor allem die nötige Ruhe und Zeit.

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