Sonntag, 10. August 2014

Die Hausdame von Canterville

© sonnengereift

Was gibt es Schöneres, als es sich an einem verregneten Sonntagnachmittag mit einem Hörspiel gemütlich zu machen? Ich habe heute "Das Gespenst von Canterville" von Oscar Wilde gehört und dabei die Hausdame des englischen Adelssitzes gezeichnet. Mrs. Umney ist von einer für das 19. Jahrhundert typischen Angst vor Geistern geplagt. Vor allem der umtriebige Sir Simon macht ihr zu schaffen. Seit ein böser Fluch auf ihm lastet, hat er die Aufgabe, die Hausbewohner regelmäßig in ihren Wandschränken aufzusuchen und lästerliche Bemerkungen in der Empfangshalle von sich zu geben.

So ungefähr stelle ich mir Mrs. Umney vor. Ihre schief geratene - zugegeben ziemlich markante - Nase werte ich jetzt einfach mal als einen naturgegebenen, liebenswürdigen Makel. Es könnte auch das Überbleibsel eines bösen Reitunfalls in Mrs. Umneys Kindheit sein. Wie auch immer, ich habe mir noch nicht so oft einen Schädel samt Gesichtszügen ausgedacht und aus der Vorstellung heraus gezeichnet. Doch wie ich nun feststellen konnte sind Hörspiele dafür wirklich inspirierend.

Kommentare:

  1. Huhu,
    jetzt bin ich mal fix zu Dir gehuscht ... schön ist es hier!
    Ich habe "Das Gespenst von Canterville" als deutsch-englische Ausgabe. Eine Seite deutsch, die andere englisch. Hab ich mir vor Jahren mal gekauft, um mein Englisch aufzubessern. Tja...bis heute habe ich nicht mal die Hälfte gelesen. Das muss sich nun ändern ... Danke! :-)
    LG Dorthe

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  2. Danke! Das klingt aber fleißig mit der deutsch-englischen Ausgabe. Ich habe genau das mal mit Geschichten von Sherlock Holmes probiert und bin immer eingeschlafen - was mir bei der gleichnamigen Serie von BBC nicht passiert ist :-)

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