Samstag, 5. Juli 2014

Raus aus der Wohlfühlzone

© sonnengereift

Tusche, Bleistift 

Ein tiefer Atemzug, die Schultern straffen, Kinn vor und dann - ein entschlossener Schritt raus aus der wohlig warmen Wohlfühlzone. Mit Kribbeln im Bauch. Mit Pudding-Beinen. Mit feuchten Händen. Mit dünner Stimme. Und dein unsicherer Blick schweift über den weiten unbekannten Ozean. Ein Ozean, von dem du bisher nicht einmal geträumt hast. Und als es vorüber ist, sackst du zusammen, glücklich, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Denn wieder einmal hast du dir ein kleines Eckchen dieser großen weiten Welt erobert.

Über die Wohlfühlzone oder Komfortzone habe ich heute einen exzellenten Artikel in der dritten Ausgabe meiner aktuellen Lieblingszeitschrift gelesen, der flow. Das Magazin hält wahrlich, was es sich auf die Fahne schreibt: Inspiration, Ideen, Einblicke, Anstöße. Hier geht es ums kreative Schreiben, ums Zeichnen, Häkeln, Nähen, um Achtsamkeit, Work-Life-Balance, es gibt Interviews mit Autorinnen, Illustratorinnen und und und. 


Magazin © G+J Living & Food /
Cover-Illustration 
© Irena Sophia
Und als ich heute so mit meinem Komfort-Artikel auf der Couch lag, kam mir die spontane Eingebung für eine passende Zeichnung zum Thema. Also, Kamera raus, Inszenierung, klick - und dann zeichnen mit dem wohligen Gefühl etwas rundum Stimmiges zu tun. 

Übrigens: Vor der Kamera zu Sätzen, Themen und Worten zu inszenieren - Das schaffe ich erst, seit ich einmal einen ganz großen Schritt aus meiner Wohlfühlzone raus gegangen bin. Eine Sprung ins kalte Wasser sozusagen. Vor einigen Monaten begann ich mit einem Theaterkurs, ein bis dahin völlig unbekanntes Terrain für mich. Denn eigentlich verkrieche ich mich lieber in die hinterste Ecke, wenn ich vor einer Gruppe reden soll. Aber seit ich mich der darstellenden Kunst widme, hat nicht nur das ein Ende - Ich bekomme auch ganz neue Ideen für Motive, die ich zeichnen kann! Ich sag's ja immer: Ganzheitlichkeit ist das ganze große Geheimnis. 

Was war euer Sprung ins kalte Wasser?

Kommentare:

  1. Das mit dem Nicht-trauen ist bei mir leider immer ein großes Problem, aber ich arbeite beständig daran. Meine Japan-Reise hat mich diesbezüglich schon einiges weiter gebracht. Und, obwohl es eigentlich keine große Sache ist, auch das Eröffnen eines Blogs war für mich ein Riesenschritt.
    Es fühlt sich jedenfalls toll an, Sachen zu machen, die man sich selbst nicht zugetraut hätte!

    AntwortenLöschen
  2. Das finde ich auch! Das mit deiner Japan-Reise klingt ja spannend. Für jemanden, der von sich sagt, dass "Nicht-trauen" öfters sein Problem ist, klingt das aber nach einem sehr mutigen Schritt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nun ja, ich bin nicht alleine gereist (das traue ich mich noch nicht), sondern mit meinem Freund. Wir haben beide schon lange davon geträumt, aber es brauchte trotzdem einiges an Überzeugungsarbeit, bis ich schließlich zugestimmt habe ;) Und es hat sich gelohnt!

      Löschen